Timeline Stories

Sammelband zum Jubiläum

Ein halbes Jahr nach dem Jubiläum ist nun die Publikation zum Forschungsprojekt erschienen. Sie kann online kostenfrei eingesehen werden unter: https://www.univerlag.uni-goettingen.de/bitstream/handle/3/isbn-978-3-86395-456-7/ES4_100Jahre.pdf?sequence=2&.

Ruf Prof. Dr. Felicitas Macgilchrist

Prof. Dr. Felicitas Macgilchrist nimmt den Ruf auf eine Professur für „Medienforschung mit dem Schwerpunkt Bildungsmedien“ an. Mit dieser Professur geht gleichzeitig die Leitung der Abteilung „Mediale Transformationen“ am Georg-Eckert-Institut (Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)) in Braunschweig einher.

Prof. Dr. Flechsig wechselt ins Institut für Kommunikationswissenschaften

Im Wintersemester 1979/1980 im Pädagogischen Seminar intensiv und kontrovers über seine zukünftige Einbindung in die Fachbereiche der Universität diskutiert. Während sich das Pädagogische Seminar letztlich mehrheitlich für eine Integration in den Fachbereich Sozialwissenschaften ausspricht, stellt Prof. Dr. Flechsig einen eigenen, abweichenden Antrag auf Integration des Pädagogischen Seminars in den Erziehungswissenschaftlichen Fachbereich. Nachdem der Fachbereichsrat Sozialwissenschaften die Integration in den Fachbereich beantragt hat, wurde der Lehrstuhl Flechsig mitsamt Personal und Sachausstattung aus dem Pädagogischen Seminar aus- und in das neu im Fachbereich Sozialwissenschaften errichtete Institut für Kommunikationswissenschaften eingegliedert und bildete dort den Arbeitsbereich „Allgemeine Didaktik und Unterrichtsforschung“. In einer Vereinbarung vom 22.11.1979 wurden Absprachen zu Personal, zur finanziellen und sachlichen Ausstattung (Möbel, Bücher, Geräte, …), die Verpflichtung Flechsigs, an den vom Pädagogischen Seminar betreuten Studiengängen mitzuwirken, Personalmittel zur Betreuung der Bibliothek und eine Abtrennung des Haushalts mit Wirkung zum 01.01.1980 festgehalten. (Archiv: IfE: Auszug Flechsig; unpag.)

Neues Konzept für Masterstudiengang

Am 15.03.2016 wird das neue Studiengangskonzept für den Master Erziehungswissenschaft genehmigt. Die Spezialisierung „mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung im Bildungswesen“ fällt weg. Stattdessen können die Studierenden nun zwischen zwei Profilen wählen: „Erziehungs-, Sozialisations- und Professionalisierungsforschung“ und „Schul- und Unterrichtsforschung“.

Berufung Barbara Asbrand

Barbara Asbrand wird zum Sommersemester 2007 als Universitätsprofessorin für Schulpädagogik/empirische Unterrichtsforschung am Göttinger Pädagogischen Seminar berufen.

Seit dem Sommersemester 2002 befindet sich der Sitz der Bibliothek des Pädagogischen Seminars im Waldweg 26. Quelle: Personal- und Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2002 der Georg-August-Universität Göttingen, S. 83.

Die Bibliothek des Pädagogischen Seminars zieht aus der Baurat-Gerber-Straße 4-6 in den Waldweg 26

In den Sommersemesterferien 2001 zieht die Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus der Baurat-Gerber-Straße 4-6 in den Waldweg 26 (vgl. Protokoll der Vorstandssitzung vom 23.4.2001; Archiv IfE: Protkollbuch „Vorstand Päd. Seminar“, unpag.). Anlass war die Auflösung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften und der Wille, dessen Bücherbestand für das Pädagogische Seminar zu erhalten. So gab es bereits 1994 innerhalb des Vorstands des Pädagogischen Seminars ein Plädoyer für die Zusammenlegung der Bibliotheken, um dieses Ziel zu erreichen (vgl. Protokoll der Vorstandssitzung vom 05.09.1994; Archiv IfE: Protkollbuch „Vorstand Päd. Seminar“, unpag.). Das Vorlesungsverzeichnis zeigt den neuen Sitz seit dem Sommersemester 2002 an (siehe Bild).

Neuregelungen zum Sozial- oder Betriebspraktikum nach Einführung der PVO-Lehr I vom 15.04.1998

Aufgrund der Erneuerungen ist die Einbettung des Sozial- und Betriebspraktikums in das Studium nicht mehr möglich. Aus diesem Grund werden beide Praktika auf die Institutionen der Sozialwissenschaftlichen Fakultät übergehen. Eine hervorzuhebene strukturelle Veränderung ist, dass Lehrveranstaltungen Fragen der Praktika aufnehmen, in denen die Erschließung sozialpädagogischer Bereiche als auch Fragen aus der Berufswelt thematisiert werden. Damit soll die Reflexion der eigenen Tätigkeiten und der gewonnenen Erfahrungen der Studierenden gefördert werden. Außerdem ist ein möglicher Ablauf der Praktika skizziert.

Aktualisierung der „Langfristigen Entwicklungsplanung des Fachbereichs Sozialwissenschaften“

a) Es ist mit einer geringeren Gesamtnachfrage nach dem Lehrangebot „Pflichtfach Pädagogik“ zu rechnen – das von allen Studierenden des Studiengangs „Lehramt an Gymnasien“ absolviert werden muss -, das die Anzahl an Erstsmestern in diesem Studiengang weiter rückläufig ist; b) Das Pädagogische Seminar muss die Betreuung eines vierwöchigen Schulpraktikums sicherstellen und kann seit Jahren diese Aufgabe nur mithilfe des Fachbereichs Erziehungswissenschaft folgeleisten. Da der Fachbereich Erziehungswissenschaft im Herbst 1998 jdoch schließt, wird sich die Lage weiter verschlechtern; c) ein gößeres Lehrangebot im Magisterstudiengang „Pädagogik“ (als Haupt- und Nebenfach) muss aufgrund der steigenden Studierendenanzahl angehoben werden; d) Die Professur „Curriculumsforschung und -entwicklung“ wurde zu der Professur „Pädagogik des Sekundarbereichs unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsbezogener Probleme“ von Frau Lemmermöhle; e) Die Stelle „Allgemeine und interkulturelle Didaktik“ wird aufgrund des Beschluss ein Methodenzentrum zu gründen, nicht zurück an das Pädagogische Seminar übergeben

Entwicklungsperspektiven und Prognosen der Forschung des Pädagogischen Seminars 1995

Herrn Herrlitz Entwurf der Entwicklungsperspektiven und Prognosen der Forschung am Pädagogischen Seminar gliedert sich in die Bereiche Forschungen zur empirischen Begründung einer zeitgemäßen und zukunftsfähigen Theorie der Bildung, Forschungen auf dem Gebiet der außerschulischen Bildung und Erziehung, Forschungen zur Allgemeinen Didaktik unter besonderer Berücksichtigung schulischer Lehr-Lern-Prozesse und Forschungen zur historisch-vergleichenden Analyse von Bildungssystemen. Sein wichtigstes Anliegen ist dabei, den „dramatischen Personalabbau“ im Pädagogischen Seminar endlich zu stoppen, um eine ausgewogenere Struktur von Professoren- und Assistentenstellen wiederherzustellen.

Zulassungsbeschränkung für Magisterstudiengang am Pädagogischen Seminar

Aufgrund des enormen Anstiegs der Studierendenzahlen im Magisterstudiengang des Pädagogischen Seminars, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Zulassungsbeschränkung empfohlen. Um die Entwicklungen zu verdeutlichen, wurde eine Gesamtübersicht der Studierendenstatistik des Fachbereichs Sozialwissenschaften sowie zwei Statistiken für den Magister in Pädagogik (Hauptfach und Nebenfach) angefügt.

Das Pädagogische Seminar wird aufgefordert hinsichtlich der Änderung der Magister-Prüfungsordnung zu prüfen, ob die Ausschlussregel bezüglich bestimmter Nebenfächer beibehalten werden soll

In der Protokollnotiz zur Sitzung der Studienkommission des Fachbereichs Sozialwissenschaften handelt es sich dabei zum einen um den Ausschluss eines zweiten Nebenfaches aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften, zum anderen um den Ausschluss der Fächer „Interkulturelle Didaktik“ und „Wirtschaftspädagogik“ sowie von  Fächern aus den Diplomstudiengängen des Fachbereichs Erziehungswissenschaften.    

Unstimmigkeiten in den Nebenfachregelungen im Magisterstudiengang Pädagogik

Frau Prof. Dr. Rosenbaum – Mitglied der Studienkomission – merkt in einem Schreiben an Frau Prof. Dr. Lemmermöhle an, dass es fachspezifische Unstimmigkeiten in der Magisterprüfungsordnung gibt, denn es wird ausgeschlossen, dass das Hauptfach Pädagogik mit zwei Nebenfächern aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften kombiniert werden kann; eine Kombination mit einem Hauptfach aus dem Fachbereich sei dagegen möglich. Sie regt an, dass fachintern geklärt werden solle, ob solche Regelungen weiterhin bestehen sollen. Als Anhang findet sich der Vorschlag des Pädagogischen Seminars zur Diplomordnung.

Literaturempfehlungen für das Grundstudium in Pädagogik

Die Liste enthält  1) erzählende Literatur mit pädagogisch interessanter Thematik, 2) Einführungen in die Geschichte der Pädagogik, 3) Einführungen in Theorien, Arbeitsfelder und Grundprobleme, 4) „Klassiker“ des pädagogischen Denkens, 5) hermeneutisch (qualitativ-verstehenden) Einzelstudien zu je besonderen Problemen, 6) empirische (quantitativ-kontrollierende) Einzelstudien zu besonderen Problemen (s. dazu auch die Literaturliste von Mollenhauer).

Fragen der Studienkommission zum Lehrangebot des Pädagogischen Seminars

Die Studienkomission vermutet aufgrund der Anzahl der Lehrveranstaltungen, dass das Pädagogische Seminar unter dem Druck der Lehramtsstudierenden steht und sich das Angebot für Fachstudierende im Hauptstudium vermindern wird. Das Pädagogische Seminar kann nicht Lehramts- und Fachstudierende gleichermaßen bedienen, weshalb eine Priorität gesetzt werden muss und diese zugunsten der Lehrerausbildung fiel. Die Studienkomission stellt sich die Frage, ob dies wirklich die Absicht war und inwiefern dies gut für die Zukunft des Faches Pädagogik an der Uni Göttingen ist.

Mollenhauers skeptische Anmerkungen zu den Strukturüberlegungen

… am Pädagogischen Seminar, in denen er eine „Konzentration auf die ‚Hauptprobleme‘ des Fachs“, d.h. die „akademischen Problemkomponenten in Geschichte, empirischer Forschung und Theoriebildung der Pädagogik“ anmahnt und daraus eine fachliche Konzentration ableitet. U.a. schlägt er vor die Schwerpunkte „Vergleichende Pädagogik“, „Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“, „Pädagogische Probleme von Interkulturalität“ und „Therapien“ zu streichen, da diese am Seminar keine zuverlässige Tradition hätten. Sein Strukturvorschlag umfasst die Arbeitsbereiche „Allgemeine Pädagogik“, „Schulpädagogik und Didaktik“ und „Sozialpädagogik“ und eine damit verbundene mögliche personelle und institutionelle Struktur.

Standardseminarangebote

Auflistung der Standardseminarangebote – von denen es 2-3 pro Semester gibt – von Herrn Herrlitz, Hopf und Weiler, weitere Vorschläge von Herrn Weiler für Didaktik sowie allgemeine Themen nach der Studienordnung.

Forschungsevaluation

In Reaktion auf ein Schreiben des Präsidenten vom 03.03.1995 stellt das Pädagogische Seminar A) die Forschung am Institut in den Jahren 1990-1994, B) tabellarische Übersichten sowie C) Entwicklungsperspektiven und Prognosen der Forschung am Pädagogischen Seminar dar. Die Darstellung der Forschung ist aufgeteilt in die Bereiche 1) Forschungsprofil, 2) Interaktion von Arbeitsgruppen, 3) Zusammenarbeit mit Einrichtungen außerhalb der Universität Göttingen, 4) Organisationsformen und zur Verfügung stehende Ressourcen und 5) Wahrnehmung der Aufgaben nach §2(3) NHG. Die tabellarischen Übersichten gliedern sich in 1) Zusammensetzung der Arbeitsgruppen nach Status und Geschlecht, 2) Anzahl von (referierten) wissenschaftlichen Publikationen getrennt nach Arbeitsgruppen, 3) Beteiligung an Forschungsprojekten (Drittmittel ab 5.000 DM), 4) Höhe der Drittmittel am Institut, 5) Abgeschlossene Qualifikationsverfahren (Examensarbeiten, Promotionen, Habilitationen und Wegberufungen auf Professuren), 6) Vorträge auf wissenschaftlichen Tagungen, 7) Gastaufenthalte mit länger als einem Monat und 8) Herausgeber- und Gutachtertätigkeiten.

Arbeitsgruppen im Rahmen der Selbstevaluation der Forschungstätigkeiten

In Zukunft müssen die Forschungsaktivitäten aufgrund der Selbstevaluation nach Arbeitsgruppen gegliedert werden. Mollenhauer schlägt folgende Arbeitsgruppen vor: 1) Historische Bildungsforschung, 2) Theorie der Pädagogik und der Bildung, 3) Pädagogische Phänomenologie, 4) Empirische Schul- und Unterrichtsforschung, 5) Sozialpädagogik, 6) Pädagogische Beratung.

„Schwundquoten“ im Fach Pädagogik

Die Studierendenanzahl im Magisterstudium im Fach Pädagogik sinkt im Studienverlauf um mehr als 50% erheblich höher als in den anderen Fächern des Fachbereichs Sozialwissenschaften. Mollenhauer listet Fragen und seine Gedanken auf, womit dies zu tun haben könnte.

Umstrukturierung der Lehrveranstaltungen

Mollenhauer weist im Namen des Vorstands für das WS 1995/96 darauf hin, dass aufgrund der ungleichen Verteilung von Studierenden im Grund- und Hauptstudium folgende Änderungen bei der Planung vorgenommen werden: 1) eine allgemeine Vorlesung für alle Studienbereiche, 2) zwei Proseminare für jeden Studienbereich, mit jeweils dem Titel „Einführung in [z.B. Grundfragen der Pädagogik]“ und einer Spezifierung im Untertitel [z.B. Probleme der pädagogischen Anthropolgie]. Mithilfe dieser Umstrukturierungen soll eine bessere Gleichverteilung der Studierenden erzielt werden, jedoch hat dies für die Dozent_innen auch zur Folge, dass sie sich auf die allgemeinen Theorie- und Forschungstraditionen einstellen müssen, was einen erhöhten Aufwand mit sich bringt.    

Studierendendenbetreuung – Vorschlag eines Jour fixe

Mollenhauer schlägt vor, einmal im Monat mit allen Studienanfänger*innen einen Jour fixe – gesellig, locker, fachbezogen – zu veranstalten, um die fehlenden Tutorien ein wenig ausgleichen zu können. Zusätzlich regt er an, jede Lehrperson des Pädagogischen Seminars könne über zwei Semester ca. 4 Studienanfänger*innen betreuen, z.B. in Form monatlicher Treffen, damit die Betreuungslücke weiter reduziert wird.

Mollenhauers Literaturempfehlungen für das Grundstudium

1) Texte, in denen pädagogische Themen erzählt werden, 2) Texte, in denen der pädagogisch interessierte Blick auf die Welt theoretisch differenziert und geordnet wird und 3) Texte, die die Sicht eines Autors auf ein möglichst großes Feld pädagogischer Fragen dokumentieren.

Mollenhauer Leserbriefe ZEIT und DLZ

Mollenhauer kommentiert einen Artikel von Rainer Winkel in welchem, laut Mollenhauer, die „emanzipatorische Erziehung“ bei der Erklärung von beklagenswerten Erscheinungen der gegenwärtigen pädagogischen Praxis in Anspruch genommen wird. Ein weiterer Leserbrief richtet sich an die Zeit und eine Folge von Artikeln von Claus Leggwie und Bodo Morshäuser.

Anmerkungen zum Problem Pädagogisches Seminar und Erziehungswissenschaftlicher Fachbereich

Inhalte: (1) Studiengang Freizeitpädagogik hält Mollenhauer, wie die anderen Mitarbeiter auch, für nicht erhaltenswert. Kunstpädagogische, musikpädagogische und museumspädagogische Sachverhalte daraus könnten zum Bestandteil des Magisterstudiums gemacht werden. (2) Größe und Stellenstruktur des Pädagogischen Seminars, Unklarheiten über die Bezeichnungen der Lehrgebiete, Mollenhauer plädiert gegen ein Groß-Insitut und für zwei pädagogische Seminare.

Baurat-Gerber-Straße 4-6 wird Sitz des Pädagogischen Seminars

Laut Vorlesungsverzeichnis der Universität Göttingen ist die Baurat-Gerber-Straße 4-6 Sitz des Pädagogischen Seminars vom Sommersemester 1990 bis zum Wintersemester 2012/2013. Der Umzug in die Baurat-Gerber-Straße 4-6 erfolgte seit dem 18.9.1989 etappenweise (vgl. Protokoll der Vorstandssitzung vom 4.9.1989; Archiv IfE: Protkollbuch „Vorstand Päd. Seminar“, unpag.)

Forschungsprojekt Mollenhauer

Mollenhauer beantragt die Förderung des Projekts „Resozialisierung von extrem verhaltensgestörten Jugendlichen“, außerdem wird eine Projektbeschreibung dargelegt.

Fachbereichserhebung zu Situation und Perspektive des Faches Pädagogik

B. Fittkau bittet darum, die Situation des Faches Pädagogik zunächst fachbereichs- und universitätsintern möglichst überzeugend und offensiv darzustellen. Dafür werden den Mitarbeiter*innen 7 Fragenkomplexe gestellt, deren Beantwortung bis zum 03. Juli des Jahres erfolgen soll. Im Zuge dessen lädt Fittkau zu einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung zum Mittwoch, den 03.06.1987, im Hainholzweg ein.

Konzentrierung der Studienbereiche

Vorschlag von Herrn Weiler, das Pädagogikstudium zu verändern, da u.a. die Zahl der Pädagogikstudenten abnehmen wird und die Trennung zwischen Lehrer- und Hauptfachstudenten vor allem berufsperspektivisch überholt scheint. Eine Erneuerung würde die Zuordnung der Lehrveranstaltungen vereinfachen und die Vorlesungsverzeichnisse übersichtlicher machen. Konkret schlägt er A) Einführungsveranstaltungen für alle Pädagogikstudenten sowie B) Lehrveranstaltungen vertiefender Art vor. Zu A) gehören 1) Vorlesungen und schwerpunktübergreifende Veranstaltungen, 2) Theorie der Erziehung, Bildung, Sozialisation, 3) Didaktik – Unterricht, Diagnose – Beratung, Päd. Handeln, 4) Pädagogische Institutionen (einschließlich Schule), 5) Theorien und Methoden erziehungswissenschaftlicher Forschung, 6) „Erkundungspraktika“ (innerhalb und außerhalb der Schule). Unter B) fallen 1) Theorie der Erziehung, BIldung und Sozialisation, 2) Didaktik, 3) Jugend, 4) Beratung, 5) Theorie und Methoden erziehungswissenschaftlicher Forschung, Forschungspraktika/-projekte, 6) schwerpunktübergreifende Veranstaltungen.

Änderungen des Entwurfs der Magisterordnung am Fachbereich Sozialwissenschaften

Tischvorlage zur Sitzung der Senatsstudienkomission zu den beschlossenen Änderungen des Entwurfs der Magisterordnung am Fachbereich Sozialwissenschaften. Anlage 1 führt die Prüfungsfächer des Fachbereichs getrennt nach Haupt- und Nebenfächern auf, wobei Pädagogik in beiden Bereichen gewählt werden kann; Anlage 2 nennt je fachbezogen die Art und die Anzahl der Prüfungsvorleistungen sowie die Prüfungsleistungen für die Magisterzwischenprüfung. Anlage 7 führt nach Fächern sortiert die Anforderungen für die Prüfungsleistungen auf.    

Geiststraße 11 wird zusätzlicher Sitz des Pädagogischen Seminars

Neben der Wagnerstraße 1, der Calsowstraße 73 und dem Hainholzweg 32 wird die Geiststraße 11 in der Nachfolge des Kreuzbergrings 24 laut Vorlesungsverzeichnissen der vierte Sitz des Pädagogischen Seminars, allerdings nur für das Wintersemester 1981/82 und das Sommersemester 1982. Danach verteilt sich das Pädagogische Seminar wieder auf die drei erstgenannten Sitze.

Die Studienkomission hat die Studiengangsdiskussion bzgl. Diplom-Sozialwirt (DS) und Magister Sozialwissenschaften (MS) auf der Grundlage eines Entwurfs des Soziologischen Seminars fortgeführt

Im Protokoll der Sitzung der Studienkommission vom 03.06.1981 wurde auf die Folgen für Pädagogen eingegangen, da der Entwurf für den MS primär geisteswissenschaftliche Fächerkombinationen vorsah und seltener Kombinationen mit den Naturwissenschaften oder der Medizin; außerdem waren rein sozialwissenschaftliche Fächerkombinationen nicht möglich. Für den DS wurde die Möglichkeit angeführt, bestimmte Pädagogikstudierende zu integrieren, bspw. mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung, außerschulische Jugendbildung und Freizeitpädagogik. Doch war man sich uneins über die Arbeitsmarktchancen von Diplom-Sozialwirten mit pädagogischer Ausrichtung.

Zukunft des Diplom-Studiengangs Sozialwissenschaften

Im Protokoll der Sitzung der Studienkommission vom 29.10.1980 ist festgehalten, dass infrage steht, ob der Diplom-Studiengang Sozialwissenschaften in der gegenwärtigen Art und Weise aufrecht erhalten bleiben soll. Damit geht die Frage einher, ob Hauptfach-Studiengänge eingerichtet werden sollen, z.B. in Pädagogik, und wenn ja, mit welchem Abschluss. Außerdem soll die Stellung der Studiengänge zueinander geklärt werden, wie vor allem auch die Stellung des Faches Pädagogik.

Merkblatt zum erziehungswissenschaftlichen Studium der Lehramtsstudenten am Pädagogischen Seminar der Universität Göttingen (pädagogisches Begleitfach)

Das Merkblatt umfasst folgende Punkte: 1) Einrichtungen des Pädagogischen Seminars, 2) Studienmöglichkeiten am Pädagogischen Seminar, 3) Voraussetzungen für eine Meldung zur Prüfung, 4) Empfehlungen zur Gestaltung des pädagogischen Begleitstudiums; Stufe 1) Einführungsphase, Stufe 2) Praktikumsphase, Stufe 3) Schwerpunktphase; 5) Prüfungen, 6) Liste der z. Zt. Prüfungsberechtigten (und deren Schwerpunkte)

Antrag auf Errichtung eines Pädagogischen Seminars im FB Sozialwissenschaften

Das Pädagogische Seminar entscheidet sich mit knapper Mehrheit für eine Aufnahme in den Fachbereich Sozialwissenschaften

Im Zusammenhang der Erstellung eines Organisationsplans der Universität gem. §160 NHG (Gliederung in Fachbereiche mit wissenschaftlichen Einrichtungen (Institute und Seminare) und einer Zuordnung des Personals zu diesen Organisationseinheiten) wird im Wintersemester 1979/1980 im Pädagogischen Seminar intensiv und kontrovers über seine zukünftige Einbindung diskutiert. Ausgehend von der Lösung von der bisherigen Philosophischen Fakultät sind die beiden alternativen Möglichkeiten – eine Integration in den Fachbereich Sozialwissenschaften oder eine Integration in den Fachbereich Erziehungswissenschaft – Gegenstand scharfer Auseinandersetzungen. Schließlich entscheidet sich das Pädagogische Seminar mit nur knapper Mehrheit für eine Aufnahme in den Fachbereich Sozialwissenschaften. Am 05.11.1979 stellt der Fachbereich Sozialwissenschaften den Antrag zur „Errichtung eines Pädagogischen Seminars im Fachbereich Sozialwissenschaften“. (Archiv: IfE: Auszug Flechsig; unpag.)

Fachbereichszuordnung des Pädagogischen Seminars

Fachbereichszuordnung des Pädagogischen Seminars

Es wird vorgeschlagen, dass die Fachgebiete der bisherigen Fachbereiche 1, 2 und 6 einen neuen Fachbereich bilden. Dementsprechend wird es abgelehnt, sämtliche Fachgebiete der Philosophischen Fakultät zu einem Fachbereich zusammenzufassen

Erneut: Telefonrechnung

Die Telefonrechnung im Haus Calsowstraße hat sich inzwischen normalisiert. Eine Dunkelziffer von ca. 150,–DM (= Differenz zwischen Selbstangabe der Mitarbeiter und tatsächlicher Zählung) konnte nicht aufgeklärt werden. Eine technische Kontrolleinrichtung soll eingebaut werden.

Vorlesungskommentare

Vorlesungskommentare zu verschiedenen Vorlesungsveranstaltungen von Dozierenden. Kommentiert sind die Vorlesungen: „Ausgewählte Themen der Pädagogischen Psychologie“, „Übung zur Vorlesung: Ausgewählte Themen der Pädagogischen Psychologie“, „Anleitung zur Planung und Durchführung empirischer Forschungsprojekte im Schul- und Erziehungsbereich“ von Fittkau.  Weitere Kommentare zu den Veranstaltungen „Einführung in didaktisches Handeln“, „Arbeits- und Sozialformen des Unterrichts“ von Fuhr.  Die Vorlesungen zu „Prüfungen, Leistungsmessung, Evaluation“ von Judith sowie die Veranstaltung von Tasseit zu „Einführung in soziologische Theorien der Schule“ sind kommentiert.

Erneuter Aufruf zur rationalen Diskussion des „Buback-Nachrufs“

In einer Erklärung vom 20.Mai 1977 wird der Versuch unternommen, die Auseinandersetzung um den im Göttinger AStA-Organ veröffentlichten „Buback-Nachruf“ einer rationalen Diskussion zugänglich zu machen. Zur Vorbeugung verzerrter Darstellung in Massenmedien wird auf Ursachen von Unsicherheiten, Resignationen, Haß und Aggressivität unter weiten Teilen der Studierendenschaft hingewiesen.